Winterlust lädt zur Hochspannung pur

Doppelschlag der Staudheimer Luftgewehrschützen

Die Staudheimer luden am vergangenen Sonntag zum 1. Heimkampf. In gewohnt gemütlicher Atmosphäre gaben die Winterlust-Schützen am 03.Dezember den Gastgeber für den 4. Wettkampftag der Bayernliga SüdWest.

Zu Gast waren der Lokalrivale aus Bergheim, die Singoldschützen aus Großaitingen und die aktuellen Tabellenführer aus Dießen am Ammersee.

 

Derby zum Tagesstart

Die Besonderheit an den Wettkämpfen in Staudheim ist die unmittelbare Nähe der Zuschauer zu den Athleten.

Die Zuschauerbänke beginnen in nur ca. 2m Abstand hinter dem Schützen. Dies garantiert eine einzigartige Atmosphäre ist aber auch eine extreme Belastung der Akteure.

Und diesen Druck sah man an diesem Wettkampftag sich Bahn brechen.

Das Derby Staudheim-Bergheim startete pünktlich um 09:45Uhr.

An 1 für Staudheim wie gewohnt Sandra Specht. Sie bekam es mit einer alten Bekannten, Katharina Schmaus, zu tun. Schmaus mit dem nötigen Quäntchen Glück legte sensationelle 396 Ringe vor. Dies war für Sandra an diesem Tag zu viel. Sie startete etwas mühsam mit zweimal 96. Kämpfte sich dann zwar mit 99, 97 auf gesamt 388. Doch der Punkt ging nach Bergheim.

Markus Dietmayr bestätigte seine aktuell ansteigende Leistungstendenz. Er zeigte mit 97, 98, 97 und absoluten 100 Ringen, dass er seinen Einzelpunkt nicht abgeben möchte. Und gegen 387 seiner Gegnerin gelang ihm das auch deutlich.

An Position 3 vorgearbeitet hatte sich Stefan Lindel. Er hat nun auch nach einer längeren Tüftelphase einen Punkt erreicht an dem es tendenziell in die richtige Richtung geht. Er bestätigt seine Trainingsergebnisse mit 387 Ringen und holte klar gegen 379 Ringe von Pauline Strixner den 2. Mannschaftspunkt für Staudheim.

Jürgen Herde rückte ebenfalls einen Platz in der Mannschaftshirarchie auf. Er schoss auf Platz 4. Und auch bei Jürgen lockerte sich die letzten Wochen der Knoten etwas. Er schießt nach eigenen Angaben seit langem mal wieder dahin wo er auch hin zielt. Dies sieht man auch deutlich an seinen Ergebnissen. Gleich in der 1. Serie nahm er seiner Gegnerin 6 Ringe ab. 98 zu 92. Und diesen Vorsprung brachte er dann locker in’s Ziel. Er gewann mit 389 zu 383 Ringen.

Zum Abschluss und dem gefühlt größtem Kampf kam Martina Lindel zum Ende. Durch ihre aktuelle Doppelbelastung hadert sie mit ihren Ergebnissen aber kämpft sich tapfer hindurch.

Sie erkämpfte sich ihren Sieg denkbar knapp mit 1 Ring Vorsprung. 380 Ringe genügten allerdings zum 4:1 für Staudheim.

Die schwerste Serie des Tages

Zum Tagesabschluss stand der aktuelle und unangefochtene Spitzenreiter auf dem Plan. FSG Dießen!

Doch von ehrfürchtige Zurückhaltung vor großen Namen war in dieser Partie nichts zu spüren.

Martina legte zum Vormittag 3 Ringe zu und schoss mit ordentlichen 383 Ringen aus. Gegen unüblich 389 Ringe auf Platz 5 ihres Gegners allerdings zu wenig.

Auf Pos. 4 konnte man sich auf Jürgen Herde verlassen. Mit 388 verließ er durchaus zufrieden den Stand. Und mit 4 Ringen Vorsprung holte er den Ausgleich zum 1:1.

Auf verlorenem Posten stand da allerdings Stefan Lindel. Seine Gegnerin brillierte mit 100-97-98-100. Da half auch die perfekte 4. Serie (100) von ihm nicht. Er verlor mit 387 Ringen.

Sandra hatte einen Gegner der um einiges schneller war als sie. Und das brachte sie zur schwersten Serie des Tages nach eigener Angabe. Ihr Gegner schloss mit 389 seinen Wettkampf ab und sie hatte noch 10 Schuss zu gehen. Sie wusste, dass sie ungefähr gleich auf lag nach den ersten 3 Serien. So musste die 4. Serie entscheiden. Unter diesem Druck und den Anfeuerungen der Fans im Rücken schoss sie lobenswert mit 98 Ringen aus und holte 2 Ringe mehr heraus als ihr Gegner. Wiederum Ausgleich zum 2:2.

Nun entschied sich die Partie auf Platz 2. Markus Dietmayr rückte in’s Rampenlicht.

Markus war diesmal schneller als sein Kontrahent und nutzte dies auch aus. Bewusst erhöhte er am Ende nochmal sein Tempo, was ihm allerdings auch 2 Neuner einbrachte. 390 Ringe gesamt standen zu Buche.

Und nun folgte der Nervenkampf des Dießener Schützen. Er brauchte 96 Ringe zum Stechen. Doch dieses Wissen war zu viel für ihn. Von hinten sichtlich belastet brach er mit 94 Ringen ein. Sieg für Markus und Gesamtsieg für Staudheim.

Nun geht’s in die Winterpause und zum Rückrundenstart am 21.Januar nach Bergheim.